Wissenschaft, Erkenntnis und ihre Grenzen

In Carsten Könneker (ed.), Fake Oder Fakt?: Wissenschaft, Wahrheit Und Vertrauen. Springer Berlin Heidelberg. pp. 13-32 (2018)
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Abstract

Die Naturwissenschaft beschreibt die Welt im Wesentlichen so, wie sie ist. Wer das Gegenteil behauptet, lässt sich zwar nicht widerlegen, muss aber absurde Konsequenzen in Kauf nehmen.Klimaforschung ist ein überaus kompliziertes Geschäft. Die Beteiligten sehen sich veranlasst, neue Forschungsgegenstände zu definieren wie zum Beispiel die atlantische Umwälzströmung. Unmittelbar sehen kann man sie nicht; vielmehr postulieren die Forscher die Existenz dieser globalen Strömung, die nahezu den gesamten Atlantik umfasst, weil sie damit eine Fülle von Beobachtungsdaten zu einem einheitlichen Gesamtbild zusammenfügen können. Haben sie sich damit ihre Welt zurechtkonstruiert? Sind die Begriffe, mit denen sie das globale Klima beschreiben, nichts weiter als Produkte ihres Hirns, deren Bezug zur Realität zumindest zweifelhaft ist? Sind sie willkürlich gewählt? Könnten sie insbesondere mit gleichem Recht auch anders definiert werden? Ist etwa die gesamte Klimaforschung eineWillkürveranstaltung vergleichbar der Kleidermode oder einem Kunststil – durchaus mit rudimentärem Realitätsbezug und vom Konsens einer großen Anzahl Menschen getragen, aber in wesentlichen Teilen im Diskurs einiger Fachleute ausgehandelt und nicht weiter begründbar? Haben wir daher die Freiheit, sie nicht ernst zu nehmen? Ich behaupte: Nein, und werde im Folgenden Argumente dafür anführen.

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