Het beginsel Van voldoende grond

Tijdschrift Voor Filosofie 18 (4):531-578 (1956)
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Abstract

Das Prinzip vom zureichenden Grunde bedeutet nichts weniger als daß alles einen Grund hat, woraus es logisch oder analytisch hervorgeht, so daß es ein Widerspruch wäre wenn man den Grund bejahte und die Folge verneinte. Weshalb fragen die Menschen : warum ? Nur weil man eine Deutlichkeit oder Begreiflichkeit sucht, welche der Begreiflichkeit analytischer Sätze nicht nachsteht. Wo derartige Begreiflchkeit sich nicht unmittelbar darbietet, erhebt sich die Frage : warum, und nicht eher wird diese Frage als gelöst angesehen, als sich ein Grund hat auffinden oder einführen lassen, aus dem der betreffende Sachverhalt analytisch, d.h. nach dem Gesetze von der Identität, hervorgeht. Daß alles sich derart ereignet, und sich nur derart ereignen kann, daß es ein Widerspruch wäre, wenn es sich nicht ereignete, findet seinen angemessenen Ausdruck in dem Grundsatz, daß alles einen logischen Grund hat, oder deshalb der Fall ist, weil A = A ist. Es ist die Überzeugung, daß alles begreiflich ist nach dem Gesetze der Identität, welches durchzuführen und in allem ersichtlich zu machen die Aufgabe ist der Metaphysik. Aber nicht jeder Sachverhalt trägt diese Deutlichkeit unmittelbar bei sich. Nur die jenige welche mittels analytischer Urteile erkannt werden, sind an und für sich begreiflich und haben demnach einen logischen Grund in sich selbst. « A ist » weil es A ist, weil es dem Wesen von A widersprechen würde, wäre das A kein A. Analytische Sachverhalte, betrachtet als solche, sind demzufolge nicht nur logisch gegründet, sondern auch logisch in sichselbst gegründet, und deswegen aus sich selbst begreiflich. Im Gegensatz zu ihnen sind Sachverhalte, welche mittels synthetischer Urteile erkannt werden, nicht als solche oder unmittelbar einzusehen. Sie haben keinen logischen Grund in sich selbst. Daß A = B ist, daß A also etwas anderes als A ist, folgt nich analytisch aus dem Wesen von A ; es würde seinem Wesen nicht widerstreiten wenn es kein B wäre. Aus A, für sich betrachtet, ist der Sachverhalt « A ist B » nicht zu begreifen. Ein zureichender, d.h. logischer Grund, woraus dieser Sachverhalt nach dem Gesetze der Identität oder analytisch hervorgeht und als solcher zuerst begreiflich wird, kann sich demnach nur außer A finden, in einer anderen Sache oder Tatsache, die das B-sein von A zur logischen Folge hat. Sie hat dies zur logischen Folge, wenn und auch nur wenn sie das B-sein von A bewirkt ; es wäre ja Widerspruch zu behaupten, daß etwas bewirke, daß sei, und daß trotzdem A nicht sei. Allgemein gilt so, daß synthetische Sachverhalte nicht in sich selbst, sondern nur in einem Anderen logisch gegründet sein können. Und da der Gesamtheit synthetischer Sachverhalte nur analytische Sachverhalte gegenüberstehen, ergibt sich die allgemeine Folgerung, daß unmittelbar oder mittelbar jeder synthetische Sachverhalt logisch gegründet ist in einem analytischen Sachverhalt. Eine Vielheit derartiger analytischer Grund-Tatsachen enthält aber einen offensichtlichen Widerspruch, da sie einerseits ihren analytischen Charakter gemein haben, andererseits aber von einander verschieden sein müßten, also zusammengesetzter Natur wären und nicht als rein analytische Sachverhalte betrachtet werden könnten. Rein analytisch kann nur ein einziger Sachverhalt sein — und dieser also muß der Grund sein, woraus alles übrige, synthetische Verhalen logisch, nach dem Gesetze der Identität, hervorgeht. Er ist die vollkommene Identität mit sich selbst, auf Grund dessen, in analytischem Sinn, alles andere ist was es ist, d.h. Sein und Identität hat. Es würde nämlich dem Grund alles Seins widersprechen, wäre das abgeleitete, synthetische Sein nicht so wie es tatsächlich ist. In diesem Sinn ist auch dieses letzte analytisch oder logisch begreiflich. Der logische Zusammenhang aller Folgen mit ihrem analytischen Grund impliziert aber nicht eine Aufhebung der Kontingenz. Insoweit der analytische Urgrund in Freiheit das Synthetische schafft, bleibt das letztere, obwohl eine logische Folge, von einer kontingenten Bedingung abhängig. Im Urgrund aber muß dieses freie oder kontingente Schaffen real-identisch sein mit der Notwendigkeit der ersten Ursache, da sonst eine Synthesis aufträte, welche mit ihrem rein analytischen Charakter nicht zu vereinbaren wäre

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