Die Derrida-Lektüren des Heiligen Paulus: Rezension zu Theodore W. Jennings Reading Derrida /Thinking Paul: On Justice. Stanford: Stanford University Press, 2006

Neue Zeitschrift für Systematicsche Theologie Und Religionsphilosophie 48 (2):242-244 (2006)
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Abstract

Als im Jahr 1992 die Frage aufgeworfen wurde, ob der französische Philosoph Jacques Derrida den Ehrendoktortitel der University of Cambridge verliehen bekommen sollte, lehnte ein Teil der Jury-Mitglieder die Vergabe ab. Man könne nicht, so hieß es damals, einen Denker würdigen, der in seinen Schriften vormalig Gedankenspiele inszeniere und »überall seine eigenen Urteile wieder umstößt«. Die zuletzt zitierten Worte wurden so nicht geäußert, da sie aus dem dritten Jahrhundert von dem griechischen Philosophen Porphyrius stammten und gegen den 〉theoretischen Gründungsvater〈 des Christentums, Paulus, gerichtet waren. Porphyrius war in seiner Kritik an Paulus nicht weniger kleinlich als die oben erwähnten Jurymitglieder. Es sei die Inkohärenz eines Denkens, das er bei Paulus kritisiere und das »jeder Bildung entbehre«. Denn »beinahe wie ein Schwert wetzt er [Paulus] seine Zunge und zerstückelt ohne Schonung die Glieder des Gesetzes, er, der an vielen Stellen den Gehorsam gegen das Gesetz eingeschärft und das Leben nach demselben für lobenswert erklärt hat.«

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Dominik Finkelde
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