Familiegelijkenissen: Wittgenstein AlS criticus en erfgenaam Van Frege

Tijdschrift Voor Filosofie 49 (1):42 - 70 (1987)
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Abstract

Dieser Artikel stellt einen Kommentar dar zu dem Paragraphen 66 der Philosophischen Untersuchungen, in dem Wittgenstein sich zum Gebrauch des Wortes ‘Spiel’ äussert. Ausgehend von dieser zur Genüge bekannten Passage wird versucht, ein neues Licht auf Wittgensteins Philosophie überhaupt ze werfen. Zuerst wird der reflexiven Wendung, die in diesem Text erscheint, und welche in den bestehenden Kommentaren kaum beachtet wurde, Aufmerksamkeit gewidmet. Wittgenstein wählt das Wort ‘Spiel’ als Beispiel, weil dieser Bezeichnung in der Form des Terminus ‘Sprachspiel’ seinem philosophischen Diskurs eine so zentrale Bedeutung zukommt.Der Einsatz seiner Betrachtung ist also eine Besinnung auf die Begegnung der Philosophie — in diesem Fall seine eigene Philosophie — mit der Sprache. Diese Begegnung, die durch die Logik vermittelt wird, ist es, worum es bei allem, was Wittgenstein geschrieben hat, geht. Aus dieser Perspektive lässt sich seine Ansicht zur Logik der Sprache, die in dem Terminus ' Sprachspiel' zum Ausdruck kommt, im Zusammenhang mit dem damit verbundenen philosophischen Engagement, erklären. Das Wort ' Sprachspiel' hebt sowohl die unproblematische Autonomie der Sprache als auch die Überflüssigkeit philosophischer Probleme hervor. Bei einer näheren Betrachtung der Art und Weise, wie dieser Gesichtspunkt von Wittgenstein ausgearbeitet wird, erweist sich kritische Distanz als unerlässlich. Seine Spätschriften weisen einen inneren Widerspruch auf, einen Widerspruch zwischen Intention und Ausführung, zwischen Geist und Wortlaut. Wenn es darum geht im Sinne des Sprachspielbegriffs die Sprache für sich reden zu lassen, dann gilt es, auf die damit verbundene Lehre zu verzichten. Dies gilt ebenfalls für Wittgensteins Betrachtung über ‘Familienähnlichkeiten’, die als zwanglose Observation gemeint ist, aber sich bei näherer Betrachtung als abstraktes Denkgebilde herausstellt, das auf einer anti-idealistischen Idealisierung basiert. Zum Schluss wird behauptet, dass von dieser kritischen Distanz aus die Kontinuität von Wittgensteins Philosophie viel umfassender ist, als bisher angenommen. Der Tractatus kann nicht als nur eine unvolkommene Vorstufe der Philosophischen Untersuchungen aufgefasst werden. Die Schwierigkeiten, die die Ansicht in bezug auf Sprache als Spiel offensichtlich enthällt, sollten nicht weniger ernst genommen werden als die seiner Frühschriften.In beiden Fällen handelt es sich um ein Erbe von Frege. Wittgenstein ist in seiner Kritik an Frege zu extrem und somit nicht radikal genug. In seinem Spielbegriff kommt eine Umkehrung von Freges mathematischem Absolutismus zum Ausdruck. Beide verstehen Begriffe als äussere Auswahlverfahren und übersehen dabei, dass sie selbst Begriffe verwenden, um etwas begreifen zu können. Im Laufe dieser Darlegung werden verschiedene Gesichtspunkte der aristotelischen Logik (Gattung und Differenz, Analogie) als ' Vergleichsobject' verwendet, um Freges und Wittgensteins Auffassung der Logik besser einordnen zu können

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